Stellen sie sich vor...

... Menschen treffen sich und fassen innerhalb weniger Stunden Vertrauen zueinender. Sie beginnen, sich auszutauschen: Über Dinge die sie wirklich bewegen, Dinge, über die sie auf Arbeit oder bei Partys, ja nicht einmal in der Familie reden würden. Und: sie tauschen nicht nur Meinungen aus. Nicht nur das, was sie sagen, ist wichtig. Sondern das, was sie tun. Jeder bringt sich mit Kopf, Herz und Hand ein: mit seinen Gedanken, seinem Körper, seinen Gefühlen und seinem Verhalten, mit seinen Sehnsüchten und seinem Charakter.
Sie verfolgen ein gemeinsames Ziel: Sie arbeiten an einer Äußerung, einem Ausdruck, den sie anderen Menschen schenken. Ein verdichtetes Stück der Auseinandersetzung mit ihrem eigenen Leben.
Auf dem Weg dahin müssen sie viele Probleme lösen, sie müssen sich austauschen, müssen sich einigen, müssen sich ausdrücken, sich streiten und sich entscheiden. Sie versuchen jeweils die beste Lösung zu finden.
Darüber hinaus lernen sie ihren Körper (nicht als Fortbewegungsmittel, Krankheitsträger oder Sexobjekt, nicht als Sportmaschine, Verdauungsorgan oder unperfektes Äußeres sondern) als ein Sinnesorgan und ein Ausdrucksmittel kennen. Die Einteilung in schön und hässlich gilt nicht mehr. Jeder hat mit seiner Qualität seinen Platz.
Und am Ende steht ein Fest. Ein Fest an dem viele beteiligt sind. Ein Fest der Ernsthaftigkeit und des Lachens, des Nachdenkens und des Überschwanges. Am Ende steht der Applaus.

Und? Wie stellen Sie sich das Gute Leben vor?


Theaterpädagogen arbeiten vor allem mit Laien. Das heißt, sie machen Theater mit jedem der Lust dazu hat. Sie wollen mal "raus aus ihrer Haut" und eine andere Rolle probieren? Oder suchen Sie eine intensivere Kommunikation - und das nicht nur mit Worten. Vielleicht möchten Sie sich mit Gesellschaft auseinandersetzen? Theater kann das alles und noch viel mehr.
Es kann in einer Schule stattfinden, oder in einem Seminarhaus, in Kultureinrichtungen, in Firmen, in Heimen und auch in der Psychiatrie oder im Gefängnis. Mit Jugendlichen oder Erwachsenen. Oder mit Behinderten oder Nichtbehinderten. Mit Alten oder Kindern. Mit Frauen oder Männern. Mit Schülern oder Lehrern ...

Theaterpädagogen sind offen für Ihre Projekte. (Wir haben auch schon mal in einer Woche einen Shakespeare mit zwei Schulklassen - einer polnischen und einer deutschen - auf die Bühne gebracht.) Am liebsten entwickeln wir aber (neue) Theaterstücke (ohne Textbuch!) zu einem bestimmten Thema. Das kann Mobbing in der Schule sein, oder "Pubertätsquerelen", der Wasserhaushalt der Erde oder ein Bild von Picasso, eine Musik, ein Satz.

Eine unserer "Spezialitäten" ist das Maskenspiel. Wir können mit Ihnen Masken aus Baseler Maskenpapier bauen. Und wir führen in das Spiel mit der Maske ein, so daß Sie zu einem Wesen werden können, das ganz anders ist, als Sie selber. - Und doch ist es ein Teil von Ihnen. Vielleicht nur ein unentdeckter.