Hier ein Blick in die Baustellen der THEATERBRIGADE. Im Jahr 2004 hat sie ihre Arbeit in Dresden aufgenommen. Seitdem sind viele Projekte gediehen:


Ein Sommernachtstraum

13. September 2015 Bastionen Sonnenstein Pirna



Das Dschungelbuch

25. September 2013 Robinson Schule


Hier bei einer Voraufführung im Theater Junge Generation im April 2013

Die Erschaffung der Welt

28. Juni 2012  HELLERAU - Europäisches Zentrum der Künste Dresden, kids on stage


DRESDNER NEUESTE NACHRICHTEN

Am Anfang war die Fantasie
„Glückauf'-Gymnasium Dippoldiswalde Altenberg bei „Kids on Stage" in Hellerau

Die ganze Welt in sieben Tagen zu erschaffen, das war schon eine Meisterleistung. Die Schülerinnen und Schüler der Klassenstufe fünf des „Glückauf-Gymnasiums Dippoldiswalde Altenberg benötigen für ihr Projekt „Die Entstehung der Welt" nicht mal eine Stunde, bis das erste Menschenpaar seine Chance bekommt, auf der Erde zu leben und dieselbe am Leben zu lassen.
Aber es ist ja auch nicht ein Gott allein, der hier alles erfinden, formen, kneten und dann noch beatmen muss, es ist eine ganze Gruppe von Göttinnen und Göttern, die mit ihren Helferinnen und Helfern diesen phantastischen Schöpfungszauber auf der großen Bühne des Festspielhauses in Hellerau vollbringt. Eine Stunde wunderbares Welttheater im Europäischen Zentrum der Künste im Rahmen des Festivals „Kids on Stage".                                     Erst die Finsternis, dann fügt sich das Licht aus irrenden Lichtern, dazu ein schwebender Sound aus Vokalisen. Dann scheint die Göttergruppe vor allem einem Prinzip der Schöpfungslust zu folgen, keine Grenzen für die Fantasie. So wachsen die herrlichsten Pflanzen und Blumen, Affen balgen sich, meterlange Schlangen schlängeln sich dahin, und das Hängebauchschwein watschelt durchs Theaterparadies.
Ob in gewagten Verquickungen und Verknotungen der Körper oder mit üppigen Masken versehen, mit blühendem Kopfschmuck, die Schöpfungsgeschichte wird mit schöpferischer Fantasie erzählt, vor allem - Gott sei Dank - ohne Worte, denn am Anfang war die Fantasie. Dass darin manches Rätsel enthalten ist, versteht sich, die Art der Präsentation aber lässt keinen Zweifel daran, dass die jungen Schöpferinnen und Schöpfer uns diese kleinen Widerhaken ganz bewusst präsentieren. Und wenn dann, der gewaltigen Maske nach, ein teuflischer Unhold den Blütenzauber bedroht, dann helfen große bunte Seifenblasen, ihn zu erledigen. Das wissen auch die Schüler, mit Seifenblasen ist die Welt nicht zu retten, mit Fantasie und vor allem dem Mut, dieser zu vertrauen, schon eher. Und auf dem schöpferischen Weg, dem eigenen Witz, der eigenen Kreativität zu trauen, dürften sie im Prozess der Erarbeitung einen schöpfungsmäßigen Sprung gemacht haben.
So kreativ das Spiel mit Licht und Schatten, Bewegung, Masken und Kostüm, so überraschend die musikalische Seite dieses Schöpfungstheaters. Ein 13-köpfiges Orchester mit drei Dirigenten spielt über 40 Instrumente, solche, die es gibt, wie Saxophone, Flöten, Klavier, Fanfaren oder Hörner, und solche, die - so scheint es - gerade erst erschaffen wurden. Alienstimmen sind zu vernehmen, Fietschebällchen, Körperklatschen, quietschende Luftballons, raschelnde Papiere und „Schnauze".
Dreieinhalb Monate haben sich über 40 Schülerinnen und Schüler auf einen schöpferischen Prozess begeben, begleitet und angespornt von ihren Lehrerinnen Angelika Flach, Annett Franz und Nicole Otto. Künstlerisch verantwortlich sind der Komponist Hartmut Dorschner und der Theaterpädagoge Christian Schmidt aus Dresden. Glückwunsch zum Gelingen dieses Projektes, an dessen Schluss das erste Menschenpaar erscheint und seine helle Freude hat an seinen fantasiebegabten Nachfahren.
Boris Michael Gruhl


"Freistunde"

21. Mai 2011 Jugendtheatergruppe "Smile if you like". Eine Theatergruppe der Theatermacher. Theaterpädagogisches Zentrum Pirna.



Zwischen Innen und Außen. Ein Bildertheater.

10. Juli 2010 Theatergruppe des Stadtteilhauses Dresden-Neustadt, Uraufführung im Theaterhaus Rudi

"Bei dem Versuch die Realität abzubilden beschäftigt sich der realistische Künstler zuerst mit deren allgemeinen Merkmalen, dadurch wird er zu einem Fotografen der Realität. Seine Wahrnehmung entwickelt sich. Er gibt sich nicht länger mit einer bloß oberflächlichen Darstellung einer Erscheinung zufrieden.  Nachdem er seine Aufmerksamkeit dem Eindeutigen und Beständigem gewidmet hat, wendet er sich den [...] vergänglichen Elementen zu [...]. Danach webt er den Stoff aus Augenblicken. Der einzeln betrachtete Moment wird zum Ziel des Abbildungsprozesses. [...] Wenn man sich hinein versenkt, beherbergt jeder gegebene Moment des Lebens in sich selbst eine Tür zur Ewigkeit. Eine Masche im Spitzengewebe des Lebens genügt sich nicht selbst: sie bildet einen Durchgang zu dem, was dahinter liegt. [...] Das Spitzengewebe des Lebens, das aus einzelnen Maschen besteht, wird zu einer Reihe von Türen zu parallelen Korridoren, die in eine andere Welt führen. Der realistische Künstler, auch wenn er er selbst bleibt, kann nicht bloß die Oberfläche des Lebens darstellen, sondern auch was sich in den Tiefen der parallel verlaufenden Labyrinthe der Momente auftut. [...]  Kleine Dinge werden mehr und mehr zum Überträger der Ewigkeit. So wird der Realismus unbemerkt in Symbolismus verwandelt." (Andrei Bely: The Cherry Orchard. In: Michael Green [Hg.]: The Russian Symbolist Theatre. Übersetzung aus dem Englischen von Jenny Seibicke)


Unser Stück war ein Experiment, ausgehend von den Ideen des  symbolistischen Theaters eigene Bilder zu schaffen.



9. Mai 2010 "Ein Sommernachtstraum"
Theatergruppe "Smile if you like" im Hanno/ Pirna
Bühne/ Kostüme: Jenny Barthold
Maske: Andrea Moliere

 

21. November 2008 "Upgrade your Ego." Ein Theaterstück über den Kapitalismus. Uraufführung an der bühne - dem Theater der TU Dresden

 

Die Bühne der TU fragt sich: Wozu das alles?
"Upgrade your Ego" entstand aus den Diskussionen eines Internetforums über Freud und Leid des Kapitalismus
Von Ines Igney

Sie sind nur zu viert auf der Bühne. Sie schweigen, schreien oder la­chen miteinander - oft auch über­einander. Sind mal ein Kind, dem's nach Gefahren lüstet, dann Börsen­makler, der die Welt beherrscht, Familienvater, der nicht mehr weiß, wie die Seinen ernähren oder Krebskranker, der alles verlor. Im wenige-Sekunden-Takt wechseln die vier Darsteller von "Upgrade your Ego", das am Freitag an der Bühne der TU Premiere hatte, die , Rollen im Kapitalismus. Sie fragen sich ausnahmslos: Wozu das alles? Die Vier - es spielen engagiert Klaus Bach, Michael Köckeritz, Ant­je Sablotny und Armin Troy - sind tapfer auf der Suche nach dem richtigen Weg. Oder doch wenigstens dem Richtigen am falschen Weg. Das "Open-Source-Theater-Projekt" unter der Regie Christian Schmidts entstand aus den Gedanken all derer, die über Wochen auf der Website www.opensource.die-buehne.net die Welt im Allgemeinen und ihre ganz eigene persönliche Welt im Kapitalismus diskutierten. "Upgrade your Ego" fragte nicht nur im Internet, sondern nun auch von der Bühne herunter: "Was ma­chen Sie? Und - wie machen Sie's?" Der Zuschauer staunt über die Viel­falt der Antworten, lacht über die Irrwege der Menschen und hält zweifelnd den Atem an: Er ist selbst Opfer oder Täter oder beides.

Sächsische Zeitung 2008/ 23

November 2006 bis April 2007
"Krass ohne Boden. Eine Soaperette." Eine musikalische Commedia all'improwiso mit dem Jugendclub der Staatsoperette Dresden.
In Zusammenarbeit mit Antje Grüner.


Hier eine Pressestimme:

Soap oder Operette?
Giftiges Stück "Krass ohne Boden" im projekttheater

Nur allzu oft kann man die Beobach­tung machen, dass Amateurtheater dann und (fast) nur dann dem Publi­kum Spaß macht, wenn das Stück nicht gänzlich in den Hände von Laien liegt, sondern wenn es unter professio­neller Anleitung entwickelt, eingeübt und geprobt wurde. Die Theaterpäda­gogen Antje Grüner und Christian Schmidt erarbeiteten zusammen mit Jugendlichen und jungen Erwachse­nen des Theaterjugendclubs der Staatsoperette Dresden die Soaperette ,sKrass ohne Boden". Diese "Mischung aus Soap, Opera und Operette ist ein Leckerbissen auch und gerade für den intellektuellen "Operettenmuffel". Sie hat nämlich mit einer Operette eher wenig am Hut, vielmehr atmet das
kleine, böse Machwerk die Luft von Improvisationstheater und Comedia dell'arte. Die Schauspieler tragen Masken, die drei Viertel des Gesichtes bedecken und den jeweiligen Darsteller auf eine Rolle und einen Charakter hin festle­gen. So trägt der gemeine, rachsüchti­ge Casimo eine giftgrüne Maske, und die exaltierte Nachhilfelehrerin Madroschka (Mirjam Kappler) ist gar in einen Vogel verwandelt worden. Die Handlung ist chaotisch genug, um an Improvisationstheater zu erinnern: Der böse Unternehmer Don Tortilla (Michael Köckeritz) überredet seinen Sohn Helfried, sein Cafe anzuzünden, damit er die Versicherungssumme kassiert. Dann entführt er den Riecher
(Sandra Schreiber), der sogar winzige Ketchup-Flecken auf dem Hemd olfak-torisch wahrnehmen kann, um ge­meinsam mit der schonen Antoanett eine Parfümfabrik aufzumachen. Doch der kleine Helfried, der für jeden Scha­bernack zu haben ist, verrät seinen Vater, und alle befreien gemeinsam den bedauernswerten "Riechi". Das ganze Stück lebt von der Skurrilität der Masken, von Wortwitz und Situati­onskomik. Man baut Klischees auf, provoziert Erwartungen beim Publi­kum im projekttheater, doch die Kli­schees werden bald schon gebrochen, und nie erfüllt sich eine Erwartung Vollständig. Man singt kleine Couplets, doch der Gesang hat nur eine Neben­rolle, auch was die Zeit betrifft, die so
ein "Stanzerl" im Gefüge der Soap-opera einnimmt. Der Antoanett (Kate­rina Herlova) fehlt ein wenig die nötige Stimme, Hansnah (Auguste Sandner) singt zum Steinerweichen, nämlich ge­sanglich eher wenig geschult, aber schauspielerisch überzeugend traurig, der Moderator der "Reality Soap" (Se­bastian Opitz) begleitet das skurrile Treiben sehr pointiert auf dem Key­board. Schauspielerisch am besten sind Casimo (Annemarie Kadner), Hel­fried (Lisa Schirmer) und eben Hans­nah. Maja Förster als Marie-Sophie hat eine Nebenrolle, die ihr leider nicht zu brillieren gestattet. Ein'klei­nes, giftiges Stück, das, so viele Wur­zeln es auch hat, sich jeder Konventi­on entzieht. Weiter so!
Thomas Fekl

Sonnabend / Sonntag, 16./17. Juni 2007                     DRESDNER NEUESTE NACHRICHTEN



... 2006  Seminar "Einführung in theaterpädagogisches Arbeiten" an der TU Dresden (mit Antje Grüner)


... vom 14. bis 18. März 2006 gab es in Bischofswerda eine Literatur-Theater-Werkstatt. (Organisatoren: Jugendinitiative Bischofswerda und die LKJ Sachsen) Die jungen Literaten wurden von Undine Materni und die jungen Theatermacher von Christian Schmidt angeleitet. Die Aufführung der Projektergebnisse fand am 18. Februar im Goethe-Gymnasium Bischofswerda statt.


"Jesus on Tour" Staatsoperette Dresden, Eigenproduktion, Uraufführung am 26. April 2006 (mit Antje Grüner)

 Aufführung im projekttheater

... im Oktober 2005 waren wir zum vierten Mal Gastdozenten an der Fachhochschule Stralsund um ein Seminar zu Persönlichkeit und Kreativität zu leiten

... BÜHNENSTICH, eine Theatergruppe, die wir in der Blauen Fabrik von September 2004 bis Juni 2005 geleitet haben, hat sich mit dem Thema "Wir leben ja automatisch für andere" auseinandergesetzt. (mit Antje Grüner)

... im April und Mai 2005 waren wir zweimal an der Ostsee und haben mit FSJ-lern ihre Arbeit in Sozialen Einrichtungen in Märchenwelten oder griechische Mythologien übersetzt. Da gabs zum Beispiel Kardinäle, die den alternden Papst sehr respektlos behandelt haben. Der junge Mann, der diese Szene entwickelt hat, arbeitet im Altenheim ...

 

... im Januar 2005 haben wir begonnen, an der Staatsoperette Dresden die Abteilung Theaterpädagogik aufzubauen (mit Antje Grüner)


... im Wintersemester 2004/ 05 haben wir die "Neuen" des Studententheaters der TU für "die bühne" fit gemacht. Als Präsentation gabs eine Serie von Dialogen aus allen Erdteilen der Theaterliteratur - von Willi Shakespeare bis Dario Fo.


... "Dresden grüßt seine Gäste" hieß das Theaterstück, das wir mit Jugendlichen am Staatsschauspiel Dresden zum Thema Asyl entwickelt haben.
in Zusammenarbeit mit Antje Grüner


(Zeitungsartikel DNN 4. April 2005)

 


... Vom 31.10. bis 5.11.2004 waren wir in Lubmin und haben mit Schülern des Gymnasiums Wolgast und des Lyzeums Goleniów (Polen) ein Theaterstück entwickelt.                                     Es ging um deutsch-polnische Vorurteile: Wir inszenierten eine Hochzeit und so trafen, alle freundlich, eine deutsche und, die Mütter beäugen sich, eine polnische Familie aufeinander ...

(Zeitungsartikel: Premiere für Deutsch-Polnisches Stück)